Mainzer Fliegerinnen Gewinnerinnen in der Luft und am Boden

In der Luft und am Boden sind Pilotinnen des Luftfahrtvereins Mainz Gewinnerinnen. Mit einem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in der Clubklasse gelang es Rosi Ulrich, zur Spitzengruppe der Deutschen Segelfliegerinnen aufzuschließen. Die Pilotinnen auf den ersten drei Plätzen bilden das Nationalteam. Auch bei der kommenden, 2020 stattfindenden DM der Frauen wird Rosi Ulrich antreten. Im Luftfahrtverein Mainz ist Rosi als Trainerin tätig. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Pilotinnen und Piloten, die bereits eine Segelfluglizenz erworben haben, auf Wettbewerbe vorzubereiten und bei Meisterschaften zu coachen.

 

Wettbewerbspilotin Rosi Ulrich hoch konzentriert beim Studium einer Tagesaufgabe

 

Mit einer herausragenden Leistung ganz anderer Art hatte Verena Steitz Erfolg. Die erst 18 Jahre alte, jedoch schon fertig ausgebildete Motorfliegerin, errang beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Wiesbaden mit einer Arbeit zum Schwingenflug den zweiten Platz. In ihrem Forschungsprojekt „Fliegen einmal anders - Faszination Flügelschlag“ befasste sich Verena mit dem Fliegen nach dem Vorbild der Vögel, die sich in der Luft durch Flügelschläge fortbewegen. Kern ihres Forschungsprojekts ist ein Funktionsmodell, das den Flügelschlag nach dem Vogel-Vorbild veranschaulicht. Das Modell ist beweglich und erlaubt es Verena, Verbesserungen des Antriebssystems Flügelschlag darzustellen. Die Schülerin setzt Arbeiten bekannter Vorgänger zur Erforschung des Flügelschlags fort. So arbeitete der Mainzer Flugpionier Jakob Goedecker in den 1930er Jahren an einem Flugzeug mit Flügelschlag-Antrieb.

 

Bei „Jugend forscht“ beeindruckte LfV-Motorpilotin Verena Steitz die Jury mit ihrem Funktionsmodell einer Flügelschlag-Tragfläche nach dem Vorbild des Vogelflugs.