Frauenausflug 2020

Wie jedes Jahr, freuten wir uns auch im Jahr 2020 wieder auf einen Frauenausflug mit dem Ziel an einem anderen Flugplatz anzukommen.

Jedoch hatten wir von Anfang an mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wir mussten uns nicht nur an Corona und die daher geltenden Regelungen halten, sondern auch die normalen Herausforderungen blieben uns nicht erspart.

Die Frage nach der Flugroute in Kombination mit der Wettervorhersage, sowie einen Alternativflugplan konnten wir dann zum Glück sehr gemütlich bei Nathalie auf der Terrasse besprechen. Die Mädels, die weiter weg wohnten und nicht in den Genuss von Grillfleisch und Salaten kommen konnten, haben wir dann über Zoom miteinbezogen und neidisch gemacht.
Als der Plan dann final stand, trafen wir uns am Freitag um 8:15 auf dem Flugplatz, um die Reservierungen noch anzupassen, alle Mädels mit einem Headset und Kartenmaterial auszustatten und uns dann gegen etwa 9:00 auf die Flieger aufzuteilen zum Losfliegen. Aufgrund des Wetters hatten wir jedoch leider sofort entschieden, dass wir Samstagabend schon wieder in Mainz sein mussten und nicht wie geplant bis Sonntag bleiben konnten.

Die erste Etappe ging dann ins nahegelegene Eisenach, wo wir uns gemütlich zum Mittagessen einfanden. Hier sammelten wir auch Anja ein, die mit dem Zug aus Berlin angereist war. Uns gefiel es dort so gut, dass wir irgendwann vom Tower die Bemerkung bekamen, dass er ja bald Parkgebühren nehmen müsse, wenn wir noch länger blieben. Natürlich machten wir sofort die Flieger bereit und flogen weiter, diesmal dann zu unserem finalen Ziel nach Dessau.

In Dessau erwartete uns eine sehr nette Flugleiterin, die auch direkt ein Gruppenfoto von uns schoss und Taxen für uns organisieren wollte. Nach dem dritten oder vierten vergeblichen Versuch eine Taxistelle zu erreichen, die genug Taxen anzubieten hatte, wurde uns am Telefon gesagt, dass zwei Wagen bestellt und auch vor Ort waren, um uns abzuholen. Diese hatten jedoch leider vor dem Zaun des Flugplatzes auf uns gewartet, was vom Tower aus nicht einsehbar gewesen war, weshalb sie wieder weggefahren waren. Noch ein paar weiteren Anrufen der Flugleiterin und dann auch unsererseits später, saßen wir dann endlich in zwei Taxen auf dem Weg zum Hotel. Die Fahrer sahen die Corona-Situation sehr locker und uns wurde gesagt, dass wir den "Maulkorb" (unsere Maske) doch abnehmen könnten.

Am Abend ging es dann in ein Restaurant, wo wir direkt an einer kleinen Straße saßen und uns den ganzen Abend Elektrobusse, Polizeiwagen und Taxen anschauen konnten. Auf dem Weg zum Restaurant bestaunten wir noch die Stadt Dessau.

Nach dem Rückweg einigten wir uns auf einen Treffpunkt am nächsten Morgen und beendeten den Tag. Samstagsmorgens trafen wir uns, um gemeinsam das Bauhausmuseum zu besuchen. Vorher gab es noch Frühstück bei einem Bäcker, wobei das Personal mit unserer Gruppengröße gänzlich überfordert war. Im Bauhausmuseum bestaunten wir dann Gebäude, Möbel und Bilder, die dort ausgestellt waren. Auf dem Rückweg sammelten wir unsere Koffer ein, ließen uns von den Taxifahrern noch einmal am Bauhausviertel vorbeifahren und die Taxifahrer machten für uns den Tourguide. Am Flugplatz Dessau angekommen entzurrten wir unsere Flieger, wobei wir aus Versehen fast eine Dynamic mitgenommen hätten, die über Nacht neben uns geparkt hatte. Nach der zweiten Flächensicherung fiel es jedoch auf und wir machten den Flieger wieder fest. Auch der Flugleiter hatte schon sein Fenster geöffnet und skeptisch geschaut, was wir da taten. Für unsere Nacht Aufenthalt mussten wir für unsere Flieger überaschenderweise keine Parkgebühren zahlen. 
 
Unser Rückflug ging dann über Magdeburg, wo wir leider Anja wieder absetzen mussten, damit sie mit dem Zug zurück nach Berlin fahren konnte. In Reichelsheim legten wir dann aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nur eine Kuchenpause ein. Zwischen Magdeburg und Reichelsheim gab es noch eine kleine VOR-Verwirrung, weshalb die FK9 am Ende weniger Zeit für die Strecke benötigte als die IC. Aufgrund eines sehr netten FIS-Lotsen konnte die IC wieder auf den richtigen Kurs gebracht werden.
 
Über das ganze Wochenende hatten wir immer wieder sehr liebe zuvorkommende FIS-Lotsen, die uns dann zum Beispiel fragten, wo wir denn die Männer gelassen hatten.
 
Während des gesamten Ausflugs hatten wir sehr viel Spaß miteinander und konnten einige Sehenswürdigkeiten aus der Luft begutachten, wie zum Beispiel den Brocken, mehrere Schlösser und die von uns getauften „Salzhaufen“, die eigentlich Kaliberge heißen. Alles in allem war es ein gelungener Ausflug und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn wir wieder mit allen Frauen, egal ob Segelfliegerin, UL-Pilotin oder Echo-Pilotin, ein wunderbares Wochenende verbringen können.
Ladies Flight 2020 des LfV Mainz
Text: Laura W., Bilder: Ladies Flight - Teilnehmerinnen