UL- Vereinsausflug nach Kroatien - Alle kamen durch……

 

Am Donnerstag, den 7.6.2007 starteten 7 Ultraleichtpiloten in 4 UL Flugzeugen zu dem diesjährigen UL-Vereinsausflug.

Nachdem es in den vergangenen Jahren nach Südfrankreich in die Seealpen ging, wurde dieses Jahr Kroatien als Ziel gewählt.

Die Teams im Einzelnen:

 

 

D-MZPP, FK9 mit Dieter und Richard

D-MALF, FK9 mit Hans-Ulrich und Oliver

D-MPAO, FK12 mit Tom

D-MOLG, CT mit Armin und Frank

 

 

 

 

 

Donnerstag:

 

Das erste Leg war geplant von Mainz nach Vilshofen. Der immer stärker werdende Gegenwind hatte die Flugzeit verlängert, so dass sich 3 der Piloten aus Sicherheitsgründen für einen kurzen Tankstopp in Straubing entschieden. Mit etwa 30 Minuten Verzögerung waren schließlich alle in Vilshofen eingetroffen um hier auch die Piloten aufzutanken. Der zweite Leg war geplant bis Wiener Neustadt, aber wegen aufziehender Gewitter wurde kurzerhand umgeplant, es ging nach Gmunden am Traunsee in Oberösterreich. Wir wurden dort sehr freundlich aufgenommen, der Flugleiter organisierte eine Unterkunft direkt am See. Außerdem gab es Mogas - willkommen bei der Rotax Fraktion. Einziger Wermutstropfen des Tages war der Absturz eines Ehepaars aus Deutschland mit Ihrer Robin. Motoraussetzer in der Startphase hatten das Flugzeug in der Verlängerung der Bahn aus geringer Höhe abstürzen lassen. Als wir am nächsten Tag wieder am Platz waren, freuten wir uns über die Nachricht, dass es beiden gut geht, die Ehefrau war nach einer Nacht im Spital wieder entlassen worden.

 

Freitag:

 

Unspektakulärer Weiterflug nach Wiener Neustadt, bei gutem Flugwetter. Die Flightline sah aus wie bei einem großen Flugtag, allerdings bestand sie zu 98% aus Produkten der Firma Diamond Aircraft. War ja nicht verwunderlich, da hier rund 300 Exemplare jedes Jahr gebaut werden. Zu empfehlen, Hotel Steinfeld, direkt an der Schwelle und zu günstigen Preisen.

 

 

 

 

Samstag:

 

Zollabfertigung mal anders, Personendaten per Fax nach Kroatien und an die österreichische Zollbehörde. Der Flugleiter lies sicherstellen, dass jeder einen Ausweis dabei hat, dann ging es los.

 

Überflug Slowenien war unkritisch, Maribor Approach wollte uns für den kurzen Überflug auf der Frequenz, dann ging es nach Kroatien, Zoll in Varazdin. 50 € wollten die Behörden für das Kontrollieren der Pässe durch die Polizei. Die durchaus attraktive Zöllnerin sagte lediglich Guten Tag, auf gutem deutsch, für weitere 50€.

 

Nach einem weiteren kurzen Tankstop ging es weiter über Karlovac und Krk nach Pula, südliches Istrien. Unproblematischer Anflug, Kontroller mit gutem Englisch, lange Bahn, modernes GAT, einfach perfekt.

Pula hat für einen großen Verkehrslandeplatz sehr moderate Kosten, Landung 7,70€, Abstellen 2,50€ Handling 11€. Für 11€ Handling bekommt man auch einiges geboten.

Nach dem Follow me, kommt eine Crew mit Gewichtsklötzen und Seilen um die Maschinen zu verzurren, Abholung durch VW Bus an der Maschine mit anschließender Fahrt ans Hauptgebäude. Dort Registrierung der Flugzeuge und Übergabe an das sehenswerte Abfertigungspersonal, das uns dann in die Empfangshalle führte. Dort konnten wir für die nächsten 5 Nächte an der Tourist-Info ein günstiges Hotel und zwei Leihwagen buchen.

 

Sonntag:

 

Fliegerischer Ruhetag, Pula Stadt wurde erkundet.

Der Einfluss durch die Römer ist unübersehbar,

viele historische Gebäude und natürlich schöne

Straßencafes die von uns ausgiebig getestet wurden.

 

 

 

 

Montag:

 

Abflug auf die Insel. Mali Losinj stand auf dem Programm. Sehr schöner Flug über die langgestreckte Insel, Landung auf dem einzigen Flugplatz hier. Gut 24€ Landung und Handling für deutlich weniger Service wurden durch den Besuch eines erstklassigen Fischrestaurants wieder wett gemacht. Ein Abstecher an den Strand zum Baden war natürlich auch auf dem Programm. Anschließend Rückflug nach Pula, unserer Basis.

 

 

 

Dienstag:

 

Schlechtes Flugwetter! Also Plan B aktivieren, Autoausflug nach Opatja.  Besichtigung der schönen Altstadt mit den obligatorischen Stopps in den Straßencafes.

 

Mittwoch:

 

Einer faulenzt am Pool, der Rest macht eine Bootstour. Diese Tour endet fast im Erwerb eine Kapitänslizenz, scheitert lediglich daran, dass die Prüfungskommission erst Samstag aus Zagreb eintrifft und wir dann schon wieder zuhause sein wollen. Schade, für 800 Kunar (ca. 120€) wären somit alle Kapitäne gewesen, natürlich mit weltweiter Anerkennung. So einfach kann es sein.

 

Der Aufenthalt wird mit einem Fischessen in einer Hütte direkt am Meer abgeschlossen.

 

Donnerstag:

 

Rückflug über Krk und Varazdin nach Wiener Neustadt. Nachdem die Lima Golf gestartet war, meldete die nachfolgende Lima Fox Vogelschlag! Sollte unser Ausflug hier enden? Nachdem die Lima Golf nach einer Platzrunde und dem auffinden des toten Vogels wieder gelandet war, konnte der Schaden an der Lima Fox begutachtet werden. Außer einem kleinen Lackschaden an der Fläche, hatte die gut 3 Kilo Möwe keinen Schaden hinterlassen und es konnte erneut losgehen. Das Wetter war nicht immer auf unserer Seite, tiefe Wolken machen den Eintritt in die Berge um Rijeka nicht einfach. Aber mit dem notwendigen Mindestabstand zum Terrain gelingt auch dieser Trip. Zoll und Polizei kosten heute nur noch 80E, da Wochentag. Noch einfacher geschieht der Zoll in Wiener Neustadt. Der Flugleiter ruft beim Zoll an, dass alle, entsprechend dem Fax-Avis, gut angekommen sind.

 

 

 

Freitag:

 

Besichtigung der Diamond Aircraft Werke, sehr interessante Führung und guten Einblicken in eine beeindruckende Firmenentwicklung. Ein Jahr Lieferzeit ist ein Indiz für eine gute Nachfragesituation.

 

 

 

Anschließend Rückflug nach Deutschland mit Landung in Deggendorf, bei einem sehr freundlichen Verein. Da aufziehende Gewitter den Weiterflug nach Mainz verhinderten, wurden die Deggendorfer Vereinsflugzeuge im Hangar so zusammengeschachtelt, dass unsere 4 Flieger im Hangar übernachten konnten. Das ist vorbildlicher Service.

 

Samstag:

 

Rückflug nach Mainz ohne irgendwelche Besonderheiten. Wie der Titel bereits versprach, alle kamen hin und auch wieder zurück. Jedes UL war zwischen 16 und 18 Stunden in der Luft und legte dabei eine Flugstrecke von ca. 2.500km zurück, ohne Zwischen- bzw. Ausfälle, wenn man die Möwe in Pula nicht berücksichtigt.

 

Die Nachahmung wird ausdrücklich empfohlen, es hat Riesenspaß gemacht.

Nach dem Flug ist vor dem Flug, deshalb wird bereits nachgedacht wo es nächstes Mal hingeht. Für den Spätsommer steht Schweden auf dem Programm und die Bretagne wird von uns im Frühsommer 2008 anvisiert werden.

 

                       Tom       Dieter      Hans-Ulrich
                          Armin     Frank (Autor)    Richard